Tiergarten "Kreuz"

Viele Jungtiere im Tiergarten angekommen…
Trotz eines feuchten Frühlings, die Tierwelt liess sich nicht von ihrer Fortpflanzung abhalten

Eine ganze Schar Jungtiere, so viele Tierchen wie schon lange nicht mehr, tummelt momentan in den verschiedenen Volièren des Tiergartens ‚Kreuz‘ herum. Das nasskalte Wetter im Vorjahr hat dem Urtrieb, sich fortzupflanzen, offenbar nicht geschadet. Denn so viele Hühner wie seit Jahren nicht mehr kamen auf die ‚Idee‘, Gelege auszubrüten. Gleich sechs gefiederte ‚Mamis‘ schauen zu ihren Kindern. Dass die ausgebrüteten Eier nicht allesamt vorgängig von den Glucken selbst gelegt wurden, wissen die Küken-führenden Tiere nicht. So hat ein weisses Brahma-Huhn ein Gelege Pfaueneier zum Schlupf gebracht, und eine braune Hybrid-Henne Eier der Rasse ‚Seidenhuhn‘. Wie dem auch ist, zu den Jungtieren schauen alle Hennen als wären sie ihre eigenen Kinder…
Nachstehend ein kurze Bildabfolge vom Jungtierbestand per 1. Juli 2013:

Eine weisse Brahma-Henne führt drei Pfauen-Kinder:


Ein blauer Pfau umsorgt vier Pfauen-Küken:


Eine weisse Brahma-Henne mit gefiederten Beinen zieht ein weisses, ein geschecktes und ein schwarzes Brahma-Küken gross:


Ein anders Brahma-Huhn, ein braunes, führt ebenfalls zwei schwarze Brahma-Küken:


Eine Hybrid-Henne führt drei weisse Seidenhuhn-Küken:


Und ein Laufenten-Paar zieht drei Jungtiere gross:


Keine Jungtiere, aber so klein wie jünge Hühner: die kleinste Hühnerrasse namens ‚Serama‘ ist ebenfalls seit April 2013 im Tiergarten vertreten. Stolz stellt sich der Güggel vor seine zwei Hennen!


Jüngst kam 'Kreuz'-Gast Margreth Stalder den Tiergarten mit ihrem Fotoapparat besuchen. Entstanden sind nachstehende paar Bilder:

Unser Reh-Kitz 'Toggi' zeigt sich von seiner schönsten Seite:

 
Auf 'Tuchfühlung' mit Peter:

 
Dackel (und Jagdhund!) 'Bodo' schaut gelassen zu:

 
Unsere Lauf-Enten, fast im Gänse-Marsch:

 
Einer unserer drei Brahma-Güggel posiert sichtlich stolz:

Auch Güggel 'Wilix' fällt durch seine Farbenpracht auf - und auch der Verteidigungsmassnahmen seiner Hennen wegen!


Verstehen sich auch nach Jahren noch prächtig: der siebenjährige Rehbock 'Hugo' und sein Meister, Gastwirt und Ornithologe Peter Rickenbacher.


Kommt ab und zu auf Besuch und schaut im Tiergarten 'Kreuz' zum Rechten - aus der Nähe oder aus Distanz: die weise Cinzia!


Seit dem 13. Februar 2012 gehören nun auch einige Zwergziegen zum 'Tiergarten Kreuz'. Sie sind nach einer Scheidung zwischen Bauersleuten 'überflüssig' geworden und suchten ein neues Zuhause. Jetzt werden sie bis auf weiteres als 'ökologische Rasenmäher' rund um das Gasthaus 'Kreuz' eingesetzt. Die Tiere sind handzahm und ganz lieb! Und 'riechen' auch nicht...


Sind sie nicht niedlich, die drei Lamas? Armin Henggeler aus Unterägeri hat sie zur Sömmerung einige Wochen in den 'Tiergarten Kreuz' nach Seewen gebracht, wo sie ökologisch die Weiden 'mähen'. Die drei Stuten sind sehr neugierig und zeigen keine Scheu. Wer sie bewundern möchte, kann dies noch bis ca. Mitte September 2010 tun... Uebrigens: vor 'Spuck-Attacken' muss man sich nicht fürchten!


Schnappschuss am 20.3.2010:


Jeweils um den Frühlingsbeginn fegt/schabt sich unser Rehbock 'Hugo' den Bast (kurzbehaarte Haut) von seinem Geweih, das innert drei (!) Monaten von Null zu seiner Grösse herangewachsen ist. Die zwei Knochenstangen bilden sich aus den beiden Rosenstöcken aus der Stirn des Bocks und weisen mit fortschreitendem Alter immer mehr Verzweigungen (Enden/Sprossen) auf. Gesteuert wird das Geweih-Wachstum über das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Hat das Geweih seine Grösse erreicht, hört die Blutversorgung auf, die Knochensubstanz stirbt ab und das Tier streift den ausgetrockneten Bast ab. Das sieht manchmal ganz lustig ab, wie das Bild vom 20. März 2010 zeigt..


Zu jedem Landgasthof gehörte früher eine Anzahl Haustiere; ein Wach-Hund, einige Kätzchen, eine Schar Hühner, einige Kaninchen, zwei bis drei Ziegen und dann und wann noch ein Hausschwein. Die Tiere gehörten zum Betriebskonzept. Hühner legten Eier und lieferten Fleisch, Kaninchen Fleisch und Pelze, Ziegen produzierten Milch und das Säuli entsorgte die Speiseabfälle. ‚Dank’ der Modernisierung und der allgegenwärtigen Verfügbarkeit aller Lebensmittel über 365 Tage im Jahr, aber auch der rigorosen Hygiene-Gesetzgebung wegen sind es heute nur noch einige ganz wenige Gastbetriebe, die sich Zeit und Aufwand einräumen, einen ‚Tiergarten’ zu unterhalten. – Das Gasthaus ‚Kreuz’ gehört dazu.

Seit das Haus vor über 350 Jahren als Herberge am alten Gotthardweg erbaut wurde, solange gehören Haustiere zur Liegenschaft. Waren es früher vorab Nutztiere (Pferdewechsel-Station, Kühe für frische Milch und Molke für allerlei Gesundheits-Kuren, Schafe als Fleisch- und Woll-Lieferanten usw.), so haben es heute Liebhaber-Spezies dem Gastwirt angetan. Peter Rickenbacher hält und züchtet seit 1970 aktiv allerlei Kleintiere. Für seine jahrelange Mitgliedschaft im Ornithologischen Verein Schwyz und Umgebung wurde ihm im Jahre 2000 für seine 30-jährige Vereinstreue die Veteranenschaft ausgesprochen.

Seinen Namen als ‚grosser Kleintier-Bauer’ ist über die Region hinaus bekannt. Viele Jahre schickte er die schönsten Tiere seines Tiergartens – vor allem Geflügel - an Schönheitskonkurrenzen, so genannte Ausstellungen. Allerlei Medaillen waren das Verdienst für das zeitraubende, aber naturnahe Hobby. Über alle Jahre war der ‚Tiergarten Kreuz’ immer und immer wieder ‚Auffangstation von Wildtieren’. Igel, Bussart, Sperber, Falke, Schwan, Haubentaucher, Blesshuhn, Igel, Krähe, Elster, Amsel usw. usf. wurden allesamt im Garten abgegeben und gesund gepflegt, bis sie wieder in die Freiheit entlassen wurden.

Heute umfasst der kleine Zoo folgende Tiere:
Mini-Shetland-Ponys
Mohairziegen
Rehe
Blaue Pfauen
Schwarze Rheinländer-Hühner
Brahma-Hühner
Japanische Seidenhühner
ein weisses franz. Widder-Kaninchen
Bachforellen
Goldfische sowie
den Kaninchendackel namens ‚Bodo’.

Nachfolgend einige Bildimpressionen:


Der Balzgesang und der Balztanz (Bild nachstehend) des blauen Pfaus beeindruckte seine Hennen: zwei der unscheinbaren Tiere brüteten. Bei der einen sind am 29.5.2007 vier Jungtiere geschlüpft, die andere sitzt noch auf ihren Eiern. Unser Bild entstand am 30.5.2007, im Gehege gleich unmittelbar vis-à-vis der 'Kreuz'-Gartenterrasse.


Nur wenn das Pfau-Männchen um die Braut balzt, dann schlägt es das farbenprächtige Rad!


Schnappschuss mit dem Fotoapparat
Mensch und Tier in Harmonie. Gino De Rubertis gelang dieser einzigartige 'Schnappschuss' in unserem Tiergarten. Das Bild zeigt unsern eineinhalbjährigen Kaninchendackel 'Bodo' (= Jagdhund!), dann das zehnwöchige Rehgeissli 'Frieda' mit Ornithologe und Gastwirt Peter Rickenbacher, wie sie sich gegenseitig am Sonntag, 23.7.2006, 'beschnuppern'. Alle drei verstehen sich seit dem ersten Tag ihrer Bekanntschaft prächtig miteinander!


Reh 'Klein-Frieda', welches in Riemenstalden angefahren und am linken Bein verletzt wurde. Jetzt gedeiht es in unserem Tiergarten prächtig.


Es braucht viele nötige Kenntnisse, um Rehe aufzuziehen.


Ein schöner Anblick im Dezember 2005: zwei gesunde Tiere!


Gehören seit wohl über 50 Jahren nonstop zum 'Kreuz': schwarze Rheinländer.


Sie sind 'Giganten' unter den Hühnerrassen: Brahma-Hühner. Im Bild ein 'Stamm', ein Güggel und zwei Hennen.


Sie sehen fast aus wie 'Schneebällchen', die weissen samtenen Seidenhühner mit Federwuchs auch auf den Beinen.


Mit seinem Blick besticht er alle: 'Bodo', unser Kaninchendackel.


Immer wieder werden im Tiergarten 'Kreuz' Findeltiere abgegeben, weil die Bevölkerung weiss, dass wir die Tierchen seit Jahrzehnten (!) fachmännisch 'aufpäppeln'. Zu den 'Findelkindern' gehörte auch die von Hand aufgezogene und schliesslich ausgewilderte Krähe 'Röbi'.